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SONNE BIRGT VERSTECKTE GEFAHR

Überall können wir im Sommer übermäßiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Schon wenige Stunden ohne Sonnenschutz können ausreichen, um die Haut langfristig zu schädigen. Von den Hautkrebserkrankungen macht der gefürchtete schwarze Hautkrebs (das maligneMelanom) etwa 10% der Fälle aus.

Sehr viel häufiger tritt der sogenannte "Helle Hautkrebs" auf. Zu dieser Krebsart zählt unter anderem das Basalzellkarzinom (Basaliom), die häufigste Tumorart des Menschen überhaupt, oder die Aktinische Keratose und der Morbus Bowen - beides Frühformen des Hellen Hautkrebses.

Der Helle Hautkrebs und seine Frühformen treten meist an Körperstellen auf, die oft und lange direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Insbesondere der Gesichtsbereich, aber auch Glatze oder Unterarme, können betroffen sein. Raue, schuppige, leicht rötliche Hautveränderungen werden von den Betroffenen anfangs oft verharmlost, können jedoch auf Aktinische Keratosen hindeuten.

Das Basaliom erkennt man meist als kleines hartes hervorstehendes Knötchen mit glänzender Oberfläche oder als roten, manchmal schuppigen Fleck. Die Diagnose "Heller Hautkrebs" ist für die Betroffenen ein Schock. Wird der Krebs bzw. seine Frühformen nicht behandelt, kann es zu massiven Gewebezerstörungen in den betroffenen Hautarealen kommen.

Aus einer Aktinischen Keratose kann sich im schlimmsten Fall ein Plattenepithelkarzinom bilden, welches auch Metastasen in anderen Organen verursachen kann. Früh erkannt sind die Heilungschancen jedoch hervorragend!

BASALIOME (BASALZELLKARZINOME)

Basalzellkrebse (Basaliome) entwickeln sich aus Haarfollikelkeimen und aus den unteren Zellagen der Oberhaut. Sie treten vor allem im 6.-8. Lebensjahrzehnt auf, kommen aber gelegentlich auch bei jungen Menschen vor. Bevorzugt befallen werden der Augen-Nasen-Winkel, der Nasenrücken, die Stirn und die Schläfen, sie kommen aber auch am Rumpf (Rumpfhautbasaliome) vor.

Das Basaliom beginnt meist als langsam wachsendes, derbes, grauweißes Knötchen. Später bilden oft mehrere Knötchen einen perlschnurartigen Ring, dessen Mitte zu einem öfter blutenden Geschwür zerfällt. In der Folge kann es zu oberflächlich ,,fressenden Geschwüren" oder zu warzig-knotigen Anhängseln, die ebenfalls geschwürig zerfallen, kommen. Die Basaliome können sich plattenartig in der Haut ausbreiten (sklerodermiforme Basaliome), aber auch in die Tiefe wachsen - mit entsprechender Zerstörung z. B. an den Nasenflügeln oder Augenlidern.

Basaliome sind bösartige Karzinome, die örtlich zerstörerisch wachsen, jedoch nicht zu Tochtergeschwulsten verschleppt werden. Für das Entstehen eines Basalioms spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Sonnenempfindliche Haut, Strahlenbelastung der Haut durch UV-Strahlung der Sonne oder aus künstlichen Bestrahlungsgeräten (Solarium) und auch durch eine Röntgentherapie, sowie Arsenbelastung (Weinbau).

Ein Basaliom wächst örtlich bösartig und muss deshalb vollständig entfernt werden! Die häufigste Behandlungsform ist das Herausschneiden (Exzision) mit einem Sicherheitsabstand und die anschließende feingewebliche Begutachtung der herausgeschnittenen Haut. Da Basaliome seitlich oft über die mit dem bloßen Auge erkennbaren Grenzen hinauswachsen und Ausmaß und Richtung dieser Ausdehnung mit dem bloßen Auge nicht vorausgesagt werden kann, ergibt sich die Notwendigkeit einer speziellen Technik: die mikrographisch kontrollierte Chirurgie (MKC).