22.06.2010 13:56 Alter: 2 yrs
Kategorie: Kongressreisen

AMWC Monaco 2010


Prof. Fratila beim VIP Empfang ihrer fürstlichen Hoheit Prinz Albert II. von Monaco

Annähernd 4000 Kongress- und Messeteilnehmer sowie zahlreiche Industrie-Aussteller machten die Veranstaltung bei Frühlingswetter zu einem Grossereignis. Es dürfte sich um den einzigen internationalen Kongress handeln, bei dem an zahllosen Messeständen und mit vielen hochkarätigen Vorträgen Medizin und SPA, Wellness, Wohlbefinden, Gesundheit im allgemeinen, Esotherik, Nahrungsergänzung, Vitamine, Hormone und Kosmetik homogen verbunden wurde. Es hat allerdings und offensichtlich eine Begriffswandlung im Ausland stattgefunden, die in Deutschland wohl noch nicht so recht angekommen ist.

Man hat aber auch hierzulande zur Kenntnis zu nehmen, dass das Anti-Aging erwachsen geworden und eben nicht mehr auf die klassische Hormonverschreibung nach Feststellung des individuellen körperlichen Zustandes zu reduzieren ist. Da in Monaco Mediziner und Medizinerinnen angesprochen waren, fanden sich nur einige wenige Aussteller mit ihren bekannten Angeboten an Nahrungsergänzung und Vitaminprodukten.

Der Kongress hatte zwei Gewichtungen: In dem wunderschön und unmittelbar am Meer gelegenen, als Solitär in geschliffener Edelsteinform, gebauten Kongresszentrum fanden durchgehend von morgens bis abends und das drei Tage lang, sowohl im riesigen Auditorium, als auch in zahlreichen Sitzungssälen medizinische Vorlesungen und anti-aging-Kurzvorträge statt. Ein international handverlesenes Team von Vortragenden (Speakern) war für insgesamt mehr als 4000 Mediziner, aus der ganzen Welt, vorwiegend aus den Fachbereichen ästethische Dermatologie und plastische Chirurgie, und deren medizinische Fort- und Weiterbildung zuständig. Unsere Klinikinhaberin und ärztliche Leiterin, Frau Professor Dr. Fratila, war Mitglied der Speaker und hat neben drei eigenen Vorträgen auf Bitte der Kongressveranstalter auch Vorsitzaufgaben sowie Diskussionsleitung und Moderation übernommen.

Veranstalter, Industrieaussteller und Speaker fassen unter Anti-Aging alles zusammen, was mit medizinischen oder medizinisch-technischen Eingriffen eine weitestgehende Beseitigung von natürlichen oder ungewollten Alterungsspuren des menschlichen Körpers ermöglicht. Die Palette ist groß und reicht von wenig belastenden ambulaten Behandlungen bis zur stationären Versorgung.

Hauptaugenmerk liegt in Europa eindeutig auf der Erzielung von „natürlich wirkenden“ Ergebnissen, die den erwünschten Zeitgewinn der äußerlichen Verjüngung deckelt. So etwa 10 – 20 Jahre aufhübschen und zurückdrehen, sind akzeptabel und werden auch gesellschaftlich toleriert. Wer den Bogen überspannt, gerät in den Bereich der amerikanischen Schönheitsideale, wobei die Amerikaner tatsächlich und ernsthaft die maskenhafte Barbiepuppe mit prallem Busen schätzen, die sich in Mitteleuropa wiederum gesellschaftlich lächerlich machen würde.

Man hat z.B. zur Kenntnis zu nehmen, dass im Iran sehr viele Männer Nasenoperationen vornehmen lassen, und mit Nasenschiene und Kopfverband in der Öffentlichkeit auftreten. Warum? Nun ja, man zeigt, dass man sich diese gesellschaftlich akzeptierte OP leisten konnte und gibt damit sogar noch an. Färbt sich dagegen in Deutschland ein über 55-jähriger Mann die Haare, merkt man das erstens sofort, empfindet es als unnatürlich und es fragt sich das geschätzte soziale Umfeld, wie lange er wohl abends Ausgang hat.

Im Bereich Laser-Anwendung hat sich Dank seiner Effizienz die fraktionierte Hauterneuerung mit CO2 Lasern durchgesetzt. Die Jungbrunnen-Klinik kann mit ihrer ärztlichen Leiterin 15 jährige-Erfahrung mit dem CO2-Laser vorweisen. Auch in der Hautbehandlung des Photoaging (Sonnenlichtschäden) mit der IPL-Therapie ist Frau Prof. Fratila führend. Im Schnitt werden 5 - 10 Behandlungen pro Tag in der Klinik, dort in der Hautarztpraxis durchgeführt.

Filler sind ein weiteres großes Marktsegment. Alleine in Deutschland werden mehr als 150 Produkte angeboten. Der Arzt muss dann entscheiden, in welcher Gesichtsregion die jeweilige Variante angewandt wird. Diese Verbesserung der Filler macht auch Sinn und ist Ergebnis der bisherigen und durchaus langjährigen Anwendung und Erprobung.

Problematisch war bislang bei der Fillerbehandlung mit den modernen Präparaten allenfalls, die öfter mal chaotische und ungeplante Vorgehensweise der Mediziner. Mit den unterschiedlichen Fillersorten könnte das Durcheinander bei dem einen oder anderen noch größer werden. Besonders gefragt ist also nach wie vor, die Routine und Erfahrung des behandelnden Arztes zur Erzielung schöner Ergebnisse. Der Mediziner hat sich natürlich an der Qualität und nicht an dem Preis zu orientieren.

Da die Industrie die verschiedenen Anwendungsbereiche der Fillersorten in der Werbung herausstellt, wird es nur eine Frage der Zeit sein, wann Patientinnen beginnen konkret danach zu fragen, welches Präparat von welcher Firma von dem Arzt an welcher Stelle gespritzt wird. Bislang herrscht hier offensichtlich noch völlig naive Unbedarftheit und man vertraut dem Arzt ohne weiteres.

Botulinumtoxin A-Anwendungen (u.a. sei hier das ursprüngliche Produkt Botox® genannt) werden in Deutschland immer noch mit Zuwachsrate durchgeführt. Hierzu sind zur Zeit 6 Produkte auf dem Markt.

Abgerundet wurde der Messeteil mit Angeboten zu traditionellen Peelings, Mesotherapien, Accessoires wie chirurgischen Instrumenten, Implantaten und speziellen Bildgeräten zur Patientendokumentation „vorher-nachher“, sogar in 3D.

Für die Speaker und Fortbildungsleiter gab es noch ein besonderes Highlight als quasi Danke-Schön für ihre besonderen Bemühungen um die ärztliche Weiterbildung; ein VIP-Empfang ihrer fürstlichen Hoheit Prinz Albert von Monaco, dem unter anderen auch Frau Prof. Dr. Fratila vorgestellt wurde.

Prof. Fratila beim VIP Empfang von seiner fürstlichen Hoheit Prinz Albert der II. von Monaco zusammen mit Professor Ivo PitanguyProf. Fratila und Prof. Ivo Pitanguy